…über die Jahre…Maik Muffler…

09. Jan 2010
Von „Rockabilly Psychosis“ zum „Rockin’ Daddy“ PART 1

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Von „Rockabilly Psychosis“ zum „Rockin’ Daddy“….

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Es war 1983…ich war 13 Jahre alt – der gute 70’er Jahrgang ;-).

Wohnhaft in einer kleinen Stadt zwischen Bremen und Hamburg.

Mein Hauptinteresse war schon des längeren Musik.

Parallel spielte ich noch Handball, zeichnete gerne mal und fuhr leidenschaftlich BMX !

Aber Musik war schon damals das, was mich am meisten bannte.

Mein Patenonkel schenkte mir zum 9ten Geburtstag „if you want blood“ von AC/DC als LP. Fand’ ich klasse. Ich mochte solch’ hardrockige Dinger…auch Motörhead und Rose Tattoo zum Beispiel.

Väterlicherseits bekam’ ich Rock’n’Roll der alten Schule um die Ohren. Mein Vater war in seiner Jugend begeisterter Rock’n’Roll-Tänzer. Daher gab’ es zu Hause Bill Haley, Elvis,

Little Richard, Chuck Berry etc. zu hören. Alte Kracher aus seiner Zeit.

Ich kann mich noch gut entsinnen, als 1977 Elvis verstarb, saß ich mit meinem Vater vor’m Fernseher und nachdem der Tod von Elvis in den Nachrichten verkündet wurde, war bei uns Trauerstimmung als wäre ein Familienmitglied von uns gegangen.

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Ich konnte mich auch mit diesem Rock’n’Roll der alten Schule anfreunden und hörte es gerne

mit meinen Eltern, z.B. auf Autofahrten zur Verwandtschaft.

Es hatte ebenfalls viel Energie und mir gefielen die Gitarrensoli eher, als bei den neueren hardrockigen Bands, wie Iron Maiden, Def Leppard etc.!

Dann blätterte ich in einem Pop Rocky Magazin und stolperte über einen Artikel der Stray Cats…das war spannend – das gefiel mir.  ( Das Poster der Stray Cats aus dem Magazin habe ich heute noch! ) Da wurde auch von einer gesonderten Form von Rock’n’Roll gesprochen. Das erste mal entdeckte ich den Begriff Rockabilly.

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Nun begann auch in der Schule und im Freundeskreis im Zuge der letzten Pupertäts-Stufe eine Art Selbstfindungsphase. In den höheren Klassen gab’ es Punks, die so genannten Popper mit Marc’O Polo Sweat-Shirts und auch Gothics…ich glaube damals nannten wir diese noch Grufties.

Man „testete“ selber alles mal kurz an und war neugierig, was dahinter steckt. Dann lief Quadrophenia im TV und die ersten Mods fuhren mit Ihren Rollern, voller Spiegel, durch den Landkreis.

Ich fand’ beide dargestellten Gruppen aus dem Film interessant. Der Mod, der mit seinen Kumpels durch die Gegend zog und auch den Rocker mit Motorrad, welcher Be-Bop-A-Lula in der Badewanne singt.

Die Suche nach noch mehr Subkulturen ging weiter…in meiner Parallelklasse hatte sich ein

„Neuer“ eingefunden. Er trug helle Jeans-Klamotten und Schuhe mit hohen Sohlen, den so genannten Creepers. Nur auf dem Kopf trug er einen Haarschopf, welcher keilförmig nach vorne geformt war…das so genannte flattop.

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Was ist das für einer, diese Frage stellte sich für mich.

In der Stadt hatte ich auch mal einen etwas Älteren, als ich es war gesehen, der so ähnlich aussah…dieser hatte aber rote Stiefel an und trug eine College, bzw. Baseballjacke.

Ich kam mit dem Psychobilly aus der Nachbarklasse in’s Gespräch…netter Kerl mit dem Namen Stefan!

Auf seiner Jacke stand auf der Schulter ein Schriftzug „METEORS“.

Jetzt ging es auf die Suche – was ist das?!? Nichts gefunden – also gefragt!!!

THE METEORS sind eine Band erzählte mir Stefan und gab’ mir seinen Walkman-Kopfhörer…die Scheibe hab’ ich ganz neu, das sind die Waltons“ entgegnete Stefan, als ich den Kopfhörer abnahm!

Das gefiel mir – witziger Gesang, Uptempo und anspruchsvolle Gitarre!!!

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Der andere Psychobilly, welchen ich in der Stadt gesehen hatte, entpuppte

sich als Bruder von einem meiner Kumpel Olaf, mit dem ich BMX fuhr.

Olaf erzählte mir, dass sein Bruder auch schon auf einem Psychobilly-Konzert war und versprach mir, bei Gelegenheit mal eine aufgenommene Musikkassette von seinem Bruder

mit zu bringen. Dieses tat er und meinte: …da ist Frenzy drauf – die hat mein Bruder im Konzert gesehen!

Zu Hause angekommen, habe ich das Tape sofort in das Kassetten-Deck geschoben.

Hammer! Das Geslappe des Kontrabasses fand’ ich so klasse – WAHNSINN!

Bloß konnte ich zu dem Zeitpunkt das „Geklackere“ noch keinem Instrument wirklich zuordnen. 😉

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Kurze Zeit später ging es auf Klassenfahrt nach Celle.

Mein Buddie Lars und ich durchstöberten einen Plattenladen und entdeckten eine LP der METEORS – monkey’s breath war der Titel! Das Geld, welches eigentlich für Fressalien von zu Hause mitgegeben wurde, investierte Lars in diese LP und wir studierten auf der ganzen Rückfahrt das Cover.

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Bei jedem Besuch in einer größeren Stadt durchforsteten wir jetzt die Plattenläden und suchten die Sparte Psychobilly…oft standen diese aber auch unter ALTERNATIV oder PUNK mit dabei.

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So landeten dann CRAMPS – „off the bone“ und auch KING KURT’S – „ ohh wallah wallah“ auf meinem Plattenteller.

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Ich war infiziert und Psychobilly hatte mich gepackt.

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Es folgten Sunny Domestozs – „barkin at the moon“ und auch Torment  – „psyclops carnival“,….

bei welcher mir der Verkäufer in der Abteilung beim Rausziehen noch sagte: „gerade neu reingekommen…gibt es jetzt gerade neu die Band“!

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Ein anderer Kumpel steckte auch gerne mal zwei Scheiben in ein Cover und hatte somit den doppelten Hörgenuss zu einem Preis 😉 – hat auch geklappt !

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Okay…so ging es nach und nach weiter und wir füllten unsere Plattenregale ;-)!

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Mein Freund Lars fragte mich, ob ich Lust hätte seine Mutter in Holland in den Ferien zu besuchen…klar – bin dabei! War echt super dort…ich kaufte mir die erste Long Tall Texans

Scheibe – „Sodbusters“ bei Popeye in Alkmaar und wir waren auch bei einem Konzert der Rumble Cats in einem Nebenort…war eine super Zeit dort.

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So nahm alles seinen Lauf…

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Plötzlich gab’ es auch in meiner Handballmannschaft Psychobillies – einer davon war mein

Buddie Lasse, mit welchem ich gut befreundet und auch mal BMX gefahren war!

Überhaupt wurden es in unserem kleinen Städtchen immer mehr Psychos, wir trafen uns

hin und wieder im „Forum“ – einer Kneipe mit Billiardtisch!

Von „Rockabilly Psychosis“ zum „Rockin’ Daddy“ PART 2

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Zu Weihnachten bekam ich meine erste Gitarre geschenkt, nachdem ich bei meinem….

Freund Ulf bereits eine Gitarre seit längerem, bei jedem Besuch „penetrierte“ ;-)!….

Man fing an zu spielen. Evert – ein Niederländer – und auch der Gitarrist der Gators aus Zeven, zeigte mir ein paar Grundakkorde und ich lernte immer mehr dazu. Zum Beispiel zeigte er mir, wie man vom „E“ zum „A“ Akkord runterreißt, um den typischen „trainsound“ zu bekommen!….

Dann auch noch einige Solischemen…klappte wunderbar!!!….

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Der Frisör bekam auch „ganz neue Anweisungen“ 😉 : „Rundherum schön kurz und oben nix ab“, sagte ich beim nächsten Friseurtermin…zu Hause noch ordentlich den Fön heiß laufen lassen und man konnte schon in etwa erkennen, was es darstellen sollte!….

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So! …es war Zeit zum ersten Konzert zu fahren: das Bremer Weserlabel hatte Jubiläum und u.a. waren Rumble On The Beach und auch die Panhandle Alks mit im Schlachthof in Bremen dabei. Da musste ich hin!….

Kurz danach bekam ich meine erste E-Gitarre – eine Les Paul Kopie in gold-gelb…..

Es musste viel daran gemacht werden – aber ich gab’ mir die größte Mühe und das….

Instrument spielte sich sehr gut! Ich hatte u.a. einen ganzen Teil des Kopfes, an dem die Mechaniken befestigt wurden mit Holzspachtel aufgefüllt und neu lackiert…..

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Auch zog ich auf die ersten Konzerten in Richtung Psychobilly/Punkrock/Rockabilly in unserem Landkreis!….

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Da gab’ es eine hervorragende Neo-Rockabilly/Psychobilly Band mit dem Namen ….

Gators ( Evert – der Gitarrist und Sänger hatte mir ja schon einmal eine Art Einführung an der Gitarre gegeben! ) und der Bruder von Olaf mit dem Namen Jens spielte dort den Kontrabass…..

Long time – no see …dachte ich 😉 ! Sie coverten die Rattlers, Guana Batz, Deltas und hatten ein paar eigene Stücke…..

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Auch hatten die Gator’s für die ersten Proben einen selbst gebauten Kontrabass. Eine Art Skiffle Bass, wie Ihn auch Rochee & the Sarnos spielten. Jetzt steht er bei mir im Keller, da die Eltern von Jens das gute Stück auf den Sperrmüll werfen wollten. Konnt’ ich gerad’ noch retten 😉 !!!….

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Dann waren auch noch X-Ray am Start, welche sich aus meinem engeren Bekanntenkreis….

zusammensetzten…sie machten ‚ne Mischung aus Punk, Psychobilly und Garage Trash…….

Waren echt super und vor der Bühne wurde gepogt, was das Zeug hielt ;-)!….

Ich war auch hin und wieder im Proberaum bei den Jungs mit dabei, um mir die neuesten….

Songs anzuhören!….

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Ebenfalls gab’ es noch die Hansons und die Good Old Boys, die sich ebenfalls….

im Punk-Rock/Garage-Bereich aufhielten und des öfteren in der nahen Umgebung Gigs hatten! Sehr coole Zeit – es wurden immer mehr, die dem Psychobilly-Dasein frönten…..

Aber viele Gesichter kamen schnell dazu und waren gleichschnell auch wieder nicht mehr ….

dabei…klassische Mitläufer ;-( !!!….

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Egal…in Klein Meckelsen bei Sittensen gab’ es ein „Nervöse Zeiten“-Konzert…dort waren fast alle „Provinzgrößen“ am Start…Good Old Boys, X-Ray, Gators, Hansons…ein Hammerabend…leider gab’ es da ein bisschen Stress und einer meiner Kumpels wurde von einem Mod aus Sittensen zu Boden gebracht – aber nix wirklich ernstes! ….

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Es gab’ in einer Scheune u. a. mit den Good Old Boys in Zeven  eine Hammerparty…..

Scooter Boys aus der Stader Richtung und Psychobillies aus Buxtehude waren da um Spaß zu haben…..

In der Nacht passierte so einiges in unserer kleinen Stadt…inkl. Polizeieinsatz 😉 !….

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In einer Kartoffelscheune bei Zeven in Heeslingen ging auch einmal voll die Post ab…u. a…..

waren The Gators mit dabei…ich hatte eigentlich eine Abschlussfeier meiner Schule,….

mit meinen Eltern auf dem Programm…aber um ca. 22 Uhr hielt mich da nix mehr…verabschiedet…n’en Fahrrad organisiert und auf dem Weg die Klamotten ausgezogen!….

Als ich ankam war ich schon Oberkörperfrei, da ich keinen Bock hatte im lecker Hemd da „einzuschlagen“…und rein in’s Getümmel!!!….

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Wir klammerten uns immer mehr an unser geliebtes Thema, versuchten die Haare regelmäßig auf Stand zu halten ( teilweise scherten wir uns auch gegenseitig den Kopf ), trugen Doc Martens, Creepers, Harrington- und Donkey Jackets etc. und hatten unseren Spaß an der Musik!….

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Okay – es ging nach England – Klassenfahrt…in Oxford wurden wir bei Gasteltern untergebracht…das Essen war fürchterlich, aber die Familie recht nett!….

Ich war stetig auf der Suche nach input in Sachen Psychobilly…aber außer flattopträger in der ….

Stadt konnte ich nichts ausfindig machen. Aber dann Ausflug nach London…ich kaufte mir Guana Batz „loan sharks“ – das nagelneue Album! …den ersten klub foot Sampler etc. !….

Ein paar Doc Martens-Boots mussten auch noch her…Lars und ich rannten in Richtung Kensington Road…und tatsächlich…rein in den Kensington Market und schon gefunden!….

Wir waren viel zu weit gelaufen – durften uns eigentlich gar nicht so weit von dem Treffpunkt ….

entfernen und waren natürlich viel zu spät dran, um rechtzeitig den vereinbarten Treffpunkt zu finden. Wir rannten mit unseren Tüten was das Zeug hielt…dann F**k…ein Nagel kam durch meinen Schuh und meine Hacke fing an zu bluten…egal weiter…am Bus angekommen hat unsere Lehrerin uns zusammengeschissen, wie nix gutes!….

Als Sie dann aber meinen blutdurchtränkten Hacken sah, konnte dies gerade als Entschuldigung durchgehen…und Ihr entwischte ein erstes Lächeln…..

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Wieder zu Hause, hörten wir unsere Scheiben und erweiterten unser Psychobilly-„Musikverständnis“ ;-)…..

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Ein anderer Buddie von mir – Wolfgang – spielte auch Gitarre und hörte Psychobilly…..

Wir „gründeten“ unsere erste Band mit zwei anderen Bekannten – THE GRIM REAPERS ;-)….

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Wir coverten einige Klassiker und später auch „what the hell“ von Frantic Flintstones!….

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Die „nightmare on nervous“ Scheibe der Flintstones mochte ich noch sehr gerne!….

Bis auf n’m paar Bandfotos gab’es sonst aber nichts Besonderes von unserer Band zu berichten und nach ca. 3 Monaten verlief es sich wieder!….

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Es war Anfang 1987 und Frenzy spielten im Schlachthof in Bremen – natürlich war ich auch dabei.

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Als Support die Long Tall Texans auf Ihrer ersten Deutschland-Tour und auch die Bremer Band Scallywags mit Ihrem ersten Auftritt – war super! Der Teddy am Bass ging ab,….

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wie Schmitz Katze…oder sagt man  „schmitzcat“ ?!??!?? ;-)….

Steve Whitehouse von Frenzy soll Ihn auch hinter der Bühne an dem Abend sehr gelobt haben!….

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Am Ende des Konzertes hatten meine Eltern uns abgeholt und da wir über 1 Stunde später als verabredet aus der brodelnden Konzerthalle kamen, habe ich mir von meiner Mum erstmal eine frontale Klatsche mitten in’s Gesicht eingefangen!….

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Aber egal…weiter ging’s!!!….

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Klassenfahrt nach Frankreich: …mit dem aktuellen Live-Abum des klub foot’s fuhren….

wir auf Klassenfahrt…bei unseren Gastfamilien und auch unseren Austauschschülern….

war das Thema Psychobilly noch nicht wirklich präsent. Merkwürdige Blicke…man hielt uns für eine Art Punks…egal…es gab’ eine nette Party dort und wir konnten uns nicht zurückhalten auch mal ein Tape von uns abzugeben…“psycho disease“ von den Coffin’ Nails – und ab ging die Post. Am Tage danach gab’ es Stress – mein Buddie Lars und ich sollten einem Austauschschüler beim Pogen das Lacoste Polo-Shirt zerrissen haben – EGAL!!!….

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Es folgten dann Psychobilly Festivals in Hamburg in der Markthalle, bei denen die ersten Gigs in Deutschland von Nekromantix

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– ( diese fand’ ich gigantisch…tierische Ausstrahlung…ein Gewitter-Uptempo Psychobilly ohne zu punkig zu werden und wirklich psychopathische Gesichtsausdrücke während der Show ) und auch Skitzo etc. die highlights waren!….

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Auch die Sannerz waren dort am Start, ebenfalls wie Scallywags auf dem grandiosen ….

Maybe Crazy Label, die ja dann auch die erste Mad Sin Scheibe brachten!….

Der Laden, welcher neben dem Label betrieben wurde in der Langen Reihe in Hamburg war auch genial…tolle Zeit!….

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Ebenfalls machten die Scallywags ein nettes fanzine mit dem Namen Scally Scally Wag Wag Wag…! Das andere fanzine mit super Infos hieß damals SATANIC HILLBILLY…die ….

Issues habe ich verschlungen…waren auch witzige Zeichnungen drin…also „Hut ab“, das….

war echt super auf low-budget in schwarz/weiß gemacht – klasse!….

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In den Römer nach Bremen fuhren wir oft und auch dort lernte man neue….

Leute kennen – Lonesome z. B. war auch des öfteren da…damals noch mit Oberlippenbart…..

Erkannte man sofort im wrecking pit..auch aufgrund seiner Größe!….

An Scallywags, Sunny Domestozs, Demented Are Go im Römer kann ich mich noch entsinnen!….

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Batmobile in Bremen und in Hamburg – HAMMER! ….

Restless, METEORS, Guana Batz in der Hambuger Markthalle – SUPER!….

Ich weiß nicht mehr wie oft ich THE METEORS gesehen habe…bestimmt mindestens zehn Mal …

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auch in Kiel mit Raymen als support war es ein ganz großes Ding!….

In Achim sahen wir Klingonz und Restless…blue star promotion machte damals auch nette Festivals und auch ein Demented Are Go Konzert auf’n Land bei Oyten in einer alten Schützenhalle!….

Ich kann mich gar nicht mehr an alle Events erinnern…und genau zuordnen wann die Gigs waren, fällt auch sehr schwer!!! …auch wenn ich Konzertkarten immer gesammelt habe…aber meistens gab’ es ja auch nur einen Stempel!….

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Wir fuhren des öfteren in Fahrgemeinschaften – ein Elternteil wurde als Fahrer dekradiert oder man hatte eine Mitfahrgelegenheit mit älteren Psychos – und los…!….
Von „Rockabilly Psychosis“ zum „Rockin’ Daddy“ PART 3

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Man lernte andere Psychobilly’s aus Nebenorten kennen, welche man dann auch auf den weiterführenden Schulen traf – sehr nett! Einer davon war Matze aus Sittensen…..

Er spielte auch bei den Good Old Boys!….

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Es passierte Witziges: Der Trommler der Gators sprach mich an, ob ich in seiner neuen Band Gitarre spielen möchte…na klar wollte ich! Er selber wollte singen und Rhythmus-Gitarre spielen. Mein Buddie Lasse versuchte sich auf dem Kontrabass der Schule in welchem Musikraum wir auch probten. Der Trommler kam aus dem befreundeten Umkreis. Wir waren eine Band…coverten „night ship“ von den Ricochets,….

batman von Guana Batz usw. und hatten eine Menge Spaß – aber nie einen Namen und auch keinen Gig. Leider verlief es sich wieder!!!….

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Aber in Zeven – meinem Heimatort passierte was…im Atlantis einer Konzertbude bei uns, welche eigentlich mehr in Richtung 60/70’er Rock ging hatte die Bugs im Konzert…eigentlich mehr aus der „garage disease“-Ecke…der Basser der Vibes war mit dabei…deren „i’m in pittsburg and it’s raining“ fand’ ich damals den Hammer!….

Überhaupt kam ich auch gut auf Bands wie Tall Boys, Vibes, Sting Rays, Purple Things etc. klar!….

Einige Buxtehuder Psychos waren mit im Publikum und auch ein Teil von Sunny Domestozs waren dort. Da die, wie ich meine, die Tour begleitet hatten. Hat richtig Spaß gemacht der Abend…der Basser der Vibes/Sting Rays und ich trafen uns am Pinkelbecken…es stank bestialisch auf dem Klo und er sagte zu mir: „there’s no butterfly at all!“ ;-)….

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Jetzt ging es hart auf die Volljährigkeit zu…ich trank keinen Tropfen Alkohol bis dahin und rauchte auch nicht. Auf meinem 18ten Geburtstag dann das erste Bier und ab dann ging es ab mit der Feierei….in den nächsten 4 Jahren wurde regelrecht gesoffen…und hin und wieder wurde auch mal eine geschmökt!….

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Der Gedanke eines  Tattoos kam das erste Mal, in mir auf…eine Note oder eine Fledermaus wären klasse, dachte ich…hab’ mich dann aber doch nicht dazu durchgerungen, da ich mich nicht wirklich für ein Motiv entschliessen konnte…also verzichtete ich zu dem Zeitpunkt vorerst! ….

Mein Buddie Wolfgang aus meiner ersten Band ließ sich zu dem Zeitpunkt das….

MAD PIG Logo der METEORS mit PURE PSYCHOBILLY „pieken“! Danach bekam er noch einen großen Drachen auf den Rücken direkt daneben!….

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Ich hingegen ließ mir zwei Ohrringe in das linke Ohr „hängen“…..

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Bei mir kam die Berufsausbildung als Schilder- und Lichtreklamehersteller…eher eine Notlösung, da ich keinen Bock mehr auf das Wirtschaftsgymnasium hatte. Also nahm’ ich das Angebot, nach meinem Ferienjob, an und startete die Lehre in einem werbetechnischen Betrieb!….

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Es gab’ das erste Auto…einen VW Käfer – ebenfalls Baujahr 1970, wie ich und in babyblau!….

War viel Arbeit daran – aber ich hab’s größtenteils selber hinbekommen!….

Da wurde schnell mal in der heimischen Garage der neue Kotflügel lackiert etc…..

Dieser Käfer war ab jetzt das Konzertmobil. ….

Hinten drauf einen Sticker von der Guana Batz Fledermaus! VOLLGAS…;-) !….

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Wir fuhren zu allen möglichen Konzerten und Festivals: Delmenhorst…da habe ich nach dem Konzert fast 2 Stunden auf der Polizeiwache gesessen, weil wir Streit mit einer Gruppe Skinheads hatten, da die meinen niederländischen Buddie Ivo angepöpelt hatten. War aber ein unglaubliches Aufeinandertreffen von genialen Bands an den Tagen dort. ….

Der erste Gig von Ricochets seit langem etc. – war super!!!….

Dann ging es noch nach Anröchte, Osnabrück, guckten uns Sunny Domestozs und die Ruhrpott Cruisers in der Nähe von Hannover, der Ort hieß Landesbergen, an! Fuhren zu Festivals nach Elmshorn, Herford…da gab’es am Ende einen heftigen Streit mit Skinheads!….

Das war glaube ich das, was man eine Massenschlägerei nennt! Holla die Waldfee!….

Stray Cats im Hamburger Stadtpark, Krewmen im Knust in Hamburg!….

Wir waren auf der ersten Tour von Social Ditortion in der großen Freiheit – auf dem Kiez in Hamburg…ein Hammergig!!!….

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Dann kam ich mal eine Zeit lang zu Hause raus…….

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Meine Berufsschulzeit musste ich in Lahr im Schwarzwald verbringen. Es waren immer ….

Zeitetappen zwischen 2 und 3 Monaten…war eine gute Zeit. In meiner Klasse waren viele ….

Metaler! Alle gut drauf…mit denen verstand’ ich mich und Sie nannten mich Fischkopp….

oder auch Elvis ;-)…..

Ich fuhr dorthin immer mit dem Zug…ca. in Höhe Kassel stand ein Schuppen, auf dem TALL BOYS gesprayt stand…war für mich immer Zeichen, dass die halbe Tour geschafft war! ;-)….

Mit einem der Metaler aus dem Schwarzwald war ich dann mal am Wochenende im Proberaum der Scum Boys,….

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einer guten Psychobilly-Band aus dem Dreiländereck. Der Basser war Franzose und ich slappte mal ‚ne Runde“ auf seinem Bass – waren alle tierisch nett..auch wenn mein Schulfranzösisch nicht zur wirklichen Kommunikation gereicht hat J !….

Der Sänger der Scum Boys verkaufte mir seine P.O.X. – it’s so dark, weil ich das Ding bei uns im Norden nicht mehr bekommen konnte…DANKE!….

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Zu Hause fehlte mir nach dem Besuch bei den Scum Boys das Musizieren…..

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Ich begann mit einem holländischen Psychobilly, dessen Eltern bei uns in der Nähe aus Armee-Gründen hergezogen waren, zu musizieren – sein Name: Ivo …etwas jünger als ich!….

Er hatte einen Kontrabass – halbe Größe in schwarz…ich gönnte mir nach meiner bestandenen Zwischenprüfung eine Fender Telecaster und wir legten los, da mein altes….

Bandprojekt im Sande verlaufen war…..

Wir fanden einen Trommler aus Rotenburg…noch etwas jünger als Ivo…und spielten drauf’ los!….

Wir nahmen ein Demo Tape auf und spielten ein paar Gigs…von einem Auftritt gibt es auch noch eine Live-Aufnahme aus dem Jugendzentrum in Rotenburg, wurde mir erzählt…in dem Jugendzentrum probten wir auch und nahmen das Demo, mit teilweise eigenen Stücken, auf…wir nannten uns RAG TAG!….

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…rock…go….move…boogie!!!….

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Während der Proben griff’ ich gerne mal zum Kontrabass und merkte, dass mir auch das „SLAPPEN“ einen großen Spaß machte!….

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Während einer Probe lieh ich mir die halbakustische Gitarre von Evert ( dem Gitarrist der Gators ), prombt brach ich die Anschlussbuchse aus dem Korpus….Versicherungsschaden ….

Und beim Geigenbauer in Bremen reparieren lassen – war tierisch teuer – aber Evert nicht mehr sauer auf mich!….

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Parallel stieg ich auch noch bei einer Punk-Rock Band namens WASTED ein. Die anderen kamen alle aus der Gegend und wir haben Klassiker von Dickies, Ramones, Rich Kids on LSD, Gang Green etc. gecovert…es gab’ auch den ein oder anderen eigenen Song!….

Wir spielten einige Gigs zusammen. Ich war auch immer open-minded…konnte mir alles gut anhören und alle anderen Lebensstile tolerieren. ….

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Ich fühlte mich auch bei WASTED mit meiner Telecaster gut aufgehoben. Der Basser war ein guter Kumpel – Ole – !….

Wir kannten uns schon seit der Grundschule…machten auch gemeinsam in Brighton und London ‚ne Tour mit dem Zelt und Handgepäck ;-)…trafen in der U-Bahn Michelle und den damaligen Drummer der METEORS, welcher vorher bei den Coffin’ Nails war…..

Wir hatten dort richtig Spaß und waren auch spontan auf einer geladenen Party, bzw. Konzert von der Neo-Rockabilly Band Red Hot’n’Blue und auch der Gitarrist von Rochee & the Sarnos war dort. Wenn ich mich richtig erinnere auch Gaz Day. ….

Egal – war ein super Abend und wir waren richtig auffällig mit unseren Seesäcken im Gepäck und in Lederjacken bekleidet!!!….

Die Neo-Rockabilly-Sparte gefiel mir immer besser…auch z.B. die Wigsville Spliffs und Caravans auf den Klub Foot Scheiben!!!….

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Dann ging es in die Neunziger mit Vollgas…ich kam zur Bundeswehr und bezog kurz danach meine erste, eigene Wohnung. Ich hatte keine Lust mehr Kompromisse einzugehen und wollte kommen und gehen, wann ich wollte! Das Verhältnis zu meinen Eltern war zu der Zeit nicht das allerbeste und es taten sich des längeren Probleme auf. Abgefunden mit meinem rock’n’rollenden Lebensstil hatten meine Eltern sich jedoch schon lange…und hatten es auch akzeptiert…..

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Schnell hatte ich mich alleine in meinem neuen Heim eingelebt…….

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Wir freundeten uns mit einer „Billy-Gang“ aus dem nahen Rotenburg und Umgebung an und feierten oft gemeinsam…war nur ca. 25 km entfernt…..

Ebenfalls fuhren wir auch mal gemeinsam auf Konzerte. Einmal ging es gemeinsam in einem Reisebus nach Helmstedt…ein Rockabilly-Festival…sehr nett! Nur leider gab es am Ende des Abends Ärger und einer der Rotenburger, wir nannten Ihn „Auge“ wurde gesucht – wir fanden Ihn – total zusammengeknüppelt und mit Blut überströmt. Da passte einem einer Gruppe von Rockabillies scheinbar nicht das Aussehen des relativ kleinen Psychos aus Rotenburg…ich hatte kein Verständnis dafür…..

Meine Ideologie wuchs immer weiter einfach alles unter dem Lebensstil ROCK’N’ROLL zu sehen. Man konnte doch auch gut miteinander auf solchen Veranstaltungen Spaß haben, oder nicht?!….

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Leider wurde die Aggressivität im Publikum bei Konzerten immer größer und verdarb einem n’ bisschen den Spaß…bei einem Scallywags-Konzert in Hamburg wurde die Konzert-Bude regelrecht von einer Hooligan-Crew überfallen…ein Hooligan zog neben mir einem Psychobilly einen Barhocker über den Kopf – nicht witzig!….

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In Dangast beim Demented Are Go und, ich glaube,  Punishers-Gig schlug jemand an der Kasse eine Bierflasche ab und stach diese meinem Nebenmann in den Bauch…war richtig SCHEISSE!!! Ebenfalls fuhr mir an diesem Abend eine nette Blondine in mein parkendes ….

Auto…2 Stunden auf der Polizeiwache gesessen…F**K!….

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Aber wir fuhren natürlich weiter zu Konzerten und Festivals, wie es die Zeit und das Geld hergaben!….

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Mein flattop veränderte sich ein wenig und das „Haupthaar“ klatschte ich mit „black&white“….

Pomade eher nach hinten! Aber rundherum immer schön kurz…war auch praktisch so…….

man erkannte auch immer mehr, dass Äußerlichkeiten nicht überbewertet werden sollten…..

Definitiv ein Reifeprozess…! ….

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Mehr „MIND AND MUSIC“ …das war auch das Thema meiner Meisterprüfung, welche ich langsam plante – ich wollte gerne Werbetechnikermeister werden!!!….

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Es war an der Zeit mal wieder aktiver zu musizieren…die RAG TAG-Bandzeit lag hinter uns und verlief sich leider, da Ivo nicht mehr in Deutschland war und es ihn wieder in die Niederlande zurückgezogen hatte!….

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Ein Arbeitskollege aus meinem Lehrbetrieb, mit dem Namen Steve, erwähnte, dass er ein bisschen trommeln könnte, gerne Rockabilly und Country und Rock hörte und auch noch einen Kumpel aus der Nähe hatte, welcher gut singen und seine Guild Gitarre bearbeiten könnte…so im Stil von Cash oder auch Elvis…mir kam die Idee einer neuen Band…..

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Gesagt getan…wir trafen uns in meiner Junggesellenbude und nervten zu dritt als Neo-Rockabilly Combo die Nachbarn! Ich nun aber am Kontrabass, welchen ich mir von einem Bekannten geliehen hatte. Das geschah in 1992. Wir waren die MUFFLERS…mit Steve Muffler an den drums, Frank „Tex“ Muffler an der Gitarre und Gesang und meiner Wenigkeit: Maik Muffler am double bass…..

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Es passte menschlich und musikalisch…unser erster Gig war auf einer privaten Helloween-Party unplugged – war total witzig!….

Wir merkten, dass uns noch eine druckvolle Gitarre fehlte – ich sprach mit Matze, der Sittenser Psychobilly von damals, welcher bei den Good Old Boys gespielt hatte!….

„Jau – ich bin dabei“ waren seine Worte…gesagt getan…es lief klasse!….

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Ich kaufte mir meinen eigenen Kontrabass gebraucht in Hamburg!….

Schönes Ding – sunburst – massive Decke, gute Mechaniken etc. ….

…und „lecker“ Darmsaiten draufgespannt!….

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The Mufflers spielten alte Cash und Elvis Klassiker etc. und auch….

z.B. „little red ridin’ hood“ in der Rattlers-Version!….

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Die Gigs häuften sich und wir wurden die Lokalmatadore in Sachen Rock’n’Roll….

in Zeven und umzu ( wie der Bremer sagt ;-)!….

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Nach einem Gig in Zeven, kam Jens – der damalige Basser der Zevener Gators ziemlich ….

in Feierlaune…oder sagt man „hackebreit“ zu mir und sagte: „Du bist viel besser, als ich damals am Bass war“…!!!….

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Ebenfalls stand einmal Marc – der Trommler von Rumble On The Beach – im Publikum und fragte mich nach einem Mufflers-Gig nach meiner Telefonnummer…er meinte, dass er plane eine neue Rockabilly-Truppe zu gründen und würde mich anrufen, ob ich dann Lust hätte in seiner neuen „Kapelle“ den Kontrabass zu spielen…ehrlich, ich fühlte mich ein wenig geehrt!….

Marc ist ein absolutes Urgestein in Sachen Rock’n’Roll in Norddeutschland und arbeitete zu der Zeit bei Bear Family Records, welches Label schon zum Grammy nominiert war!….

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Zu dieser Zeit lernte ich auch Dani „meinen Engel“ kennen. Meine ganz rauhen Zeiten hatte ich hinter mir – Sie gab’ mir ab jetzt viel Halt und es dauerte nicht lange, dass wir gemeinsam ….

in meiner alten Junggesellen-Bude wohnten. Manchmal hatten wir etwas Zoff, da ich hin und wieder mal mit meinen buddies an den Wochenenden Vollgas gegeben hatte…..

Aber wenn Sie sauer war, war es nur zu Recht…hab’ mir manchmal echt den Kopf weggeschossen 😉 !….

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Gemeinsam mit Dani reiste ich nach London…waren ein paar richtig nette Tage…..

Wir wechselten uns mit unseren Interessen parallel ab…erst in ein Schuhgeschäft und….

als Ausgleich danach in den nächsten Plattenladen…dort ergatterte ich seltene Scheiben,….

wie Bananamen, Clapham South Escalators, etc…..

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Okay…ich begann mit meiner Meisterprüfung – Teil 3&4 wurde nach der Arbeitszeit….

erledigt…dann sollten Tei 1&2 zum Abschluss folgen…Steve Muffler, welcher mit mir….

gemeinsam die Meisterschule begonnen hatte, entschied sich für Vollzeitschule…mir fehlte….

die Kohle und ich setzte mir in den Kopf mir nur die Schulbücher zu kaufen…selbst zu verinnerlichen und einfach zur Prüfung zu gehen…die Handwerkskammer tolerierte dies und….

ließ mich zur Prüfung zu. Allerdings mit dem Hinweis, dass Sie glauben, dass dieser Bildungsweg nicht von Erfolg gekrönt sein werde. Ich gab’ Gas – lernte wie ich konnte in meiner Freizeit und bestand, hingegen aller Meinungen, die Meisterprüfung…..

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Des längeren hatte ich schon Kontakt zu Jochen ( kurz Jo ), wir freundeten uns an!….

Jo war auch ein alter Psychobilly-Interessierter aus Zeven und wir sprachen viel über aktuelle….

musikalische Richtungen und neue Scheiben der Rockabilly, Psychobilly, Hardcore und….

Punk-Rock Bands!….

Auch wuchs gemeinsam in uns die Idee mit Toträgern zu handeln und selber mal ein Konzert ….

Zu veranstalten…wir nannten dieses Konzept GET GREASY! – auf den Namen kamen wir bei einem gemeinsamen Abend im Zevener Griechischen Restaurant…und langsam ging es los!….

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Die Mufflers allerdings hatte ich nie vernachlässigt und wir spielten unsere Gigs und Probten…..

Wir waren auf der Insel Rügen eingeladen auf zwei Kneipenauftritte…ein Riesenspaß – viele Freunde begleiteten uns und wir rockten und feierten auf dieser schönen Insel, wie die Bekloppten 😉 – HAMMERTOUR! Auch Jo war mit dabei und legte die ein oder andere Scheibe in den Clubs auf!….

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In Zeven etablierte sich ein neues Ladengeschäft…PSYCHO CYCLES…sehr nett mit ein paar Tonträgern, coolen Mc Phail, Moon Eyes und auch alten VON DUTCH Shirts und bot auch Motorradumbauten an…unser Buddie Mirco leitete und organisierte den Laden…..

marc

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Ich interessierte mich, nachdem ich bereits das ein und auch andere amerikanische Modellauto hatte, immer mehr für die Karren und Motorräder der alten Zeit…..

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Ich bekam’ meinen ersten Chevy Blazer – in den 70’ern gebaut – Hauptsache V8!!!….

Von „Rockabilly Psychosis“ zum „Rockin’ Daddy“ PART 4

…………

Jo arbeitete zu der Zeit bei Bear Family Records und hatte Kontakt zu Andy Widder!….

Lass’ uns Andy mal besuchen fahren und mit Ihm über Ware in Kommission verhandeln…..

Okay…nicht lange „schnacken“ – MACHEN!….

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Wir fuhren zu Andy – wurden herzlich für eine Nacht aufgenommen und durchstöberten sein….

Rockin’ Rolllin’ Products-Angebot und wurden uns einig! Nach dem Frühstück hielt ich die erste Ausgabe des HOT ROD DeLuxe in der Hand und war ganz weit weg beim Lesen, bis Jochen an die Rückfahrt erinnerte. Jo und ich schätzen uns gegenseitig sehr!….

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Mit den Mufflers wurde es musikalisch etwas ruhiger…aber wir sahen uns regelmäßig mit Anhang und auf  Partys und Konzerten, welche wir besuchten! Außerdem haben sich aus dieser Band echte Männerfreundschaften entwickelt! Wir lösten die Mufflers als Band auch nie offiziell auf oder spielten bisher auch niemals einen Abschluß-Gig!….

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GET GREASY! Ging immer mehr ab…wir fuhren zu Veranstaltungen – überwiegend im….

Norden von Deutschland –  zum Verkauf unseres rock’n’rollenden Produktangebotes und organisierten die ersten Konzerte im Dick & Doof in Zeven!….

hannover

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Es kamen immer mehr Leute…den ersten Gig bestritten Dixie Gunworks aus Hamburg bei uns…!….

dg

Dann folgten Namen, wie die Sureshots, Hot’n’Cold ( noch mit Marcel am Gesang ), Desperado 5 ( damals noch mit Jörg am Gesang )

lots

, Bricats, die Racketeers aus Amiland,

marc

Velvetone aus Bremen,

velvetone

Randy Rich, etc.  Spo Dee O Dee…die Männer schliefen bei uns zu Hause…kurz vor’m Morgengrauen bei uns angekommen ging’ die Party in unserem Wohnzimmer erst richtig los…es wurde noch einmal musiziert 😉 ….

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Es waren Hammerabende mit bis zu 200 Leuten im Publikum…ohne Ende wurde gefeiert…….

Harte Nächte!….

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GET GRASY!  verkauften mit unserem mobilen Stall auf den Street Nats, in Verl Kaunitz, bei diversen Gigs und auch in Schweden auf dem Power Big Meet…..

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getgreasy

Eine Hammertour war das nach Vasteras – unser Kumpel Steve ( drummer der MUFFLERS ….

war auch mit dabei )…viel Spaß…tierisch nette Leute kennen gelernt…und mit den Skandinaviern gesoffen! Abends zum Go Getters Konzert mit wahnsinnigen Karren auf dem Parkplatz und Pinstriper bei der Arbeit. Alle Generationen feierten miteinander…..

Auf dem Rückweg besuchten wir noch Johan Sundberg von Tail Records in Göteborg…ein ….

Super Tag…uns wurden die recording Studios mit Equipment gezeigt – Hammer!….

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Die ganze Manufaktur der Vinyl-Scheiben, der Fuhrpark etc. !….

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Außerdem investierten wir einiges in neue aktuelle Releases von TAIL für unseren Verkaufsstand…..

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Es waren nur ein paar Tage in Schweden, aber so komprimiert hatte ich zuvor noch keine geilen Erlebnisse aufgenommen…..

Auf der Rückfahrt mit der Fähre wurden weitere Ideen für GET GREASY! besprochen…..

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Jochen vertiefte sich immer mehr in das „traden“ vom rockin’ stuff und entschied für sich,….

das ganze hauptberuflich zu machen und verließ BEAR FAMILY RECORDS…..

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Ich hingegen hatte diverse finanzielle Verpflichtungen und konnte mir derzeit einen….

derartigen Sprung und Wagnis nicht erlauben…..

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Jochen übernahm das Ladengeschäft von PSYCHO CYCLES in Zeven. Ich unterstütze Ihn noch, wie ich konnte und wie es meine Zeit hergab…..

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Es wurde der Meeting Point für alle Rock’n’ Roller des Umkreises…..

Auch wurden im GET GREASY-Shop großartige Parties gefeiert…..

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Jochen besuchte nun europaweit ROCK’N’ROLL und Hot Rod Meetings mit dem mobilen Laden in seinem roten Ford-Transit…..

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Ich machte mich mit Dani, Olaf und Judith aus Bremen auf dem Weg nach Amerika…wir lebten erstmal in Texas bei einer Gastfamilie, welche wir aus unserer Heimat gut kannten…den Brockhoff’s, mit derer Söhne….

( Olaf, welcher mitgereist war und Jens – der Basser der Gators aus Zeven ) ich ja schon geraume Zeit zu tun hatte…..

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Am Zoll war ich immer der, der mit Lederkutte und blauschwarz gefärbten Haaren immer alles auspacken durfte 😉 !….

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Von Texas ging es über Tucson, Phoenix, Los Angeles, Las Vegas…die Westküste war mein Ding! Die Radiosender hatten immer was Gutes am Laufen…..

Wir haben dort ‚ne Menge gesehen…ein geniales Erlebnis…..

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Zurück in Texas flogen wir noch mit n’em American Eagle nach Memphis…ich war nervös…jetzt in der Roots-Ecke des Rockabilly’s zu sein hat gekribbelt!….

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Es ging zu den SUN RECORDING STUDIOS in der Union Avenue 706…wir hielten uns im Cafe auf und dann führte uns ein Guide durch die Studios…was ich so wirklich fühlte kann ich kaum beschreiben. Es war gigantisch neben der Cash-Gitarre mit eingeflochtener Dollarnote zu stehen, oder auch neben Scotty Moore’s Gitarre etc. !….

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Der Guide war ein wandelndes Musiklexikon…ich stellte diverse Fragen, wie z.B. was bei Red Hot’s Textinhalt „dooleysquad o.ä. die Bedeutung sei…..

Er konnte alles beantworten und an seinem Cramps T-Shirt erkannte ich auch seinen Hang zu neueren Bands und wir quasselten uns fest!….

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Okay…ich wollte eigentlich nicht die typische Memphis Touristentour und wollte das Ganze ein wenig für mich erleben, aber der klassische Graceland-Besuch musste natürlich auch noch sein…ebenfalls der Gang zu Elvis’ Grab!….

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Auf dem Weg zu Fuß dorthin holte uns ein deutscher Dodge-Händler zu sich rein und klärte uns auf, dass es sehr leichtsinnig sei, die Straße entlang zu laufen. Häufig werden Touristen….

beim drive-by shootin am Straßenrand von vorbeifahrenden, einheimischen Gangs ermordet…..

Wahnsinn…wir setzten uns und tranken ‚ne Cola, bis es mit einem Taxi weiter ging…..

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Einerseits hat mich der Graceland-Besuch sehr bewegt, andererseits war es auch ekelhaft, wie alle mit Kameras und Kopfhörern bewaffnet durch die Gänge watschelten. Pure Touristengeilheit!!!….

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Ich kaufte mir noch die ein und auch andere Scheibe in Memphis und wir flogen zurück nach Texas…..

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Nach diversen Tagesausflügen von El Paso an die mexikanische Grenze und nach New Mexico machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Good Old Germany!….

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Eine gute Zeit in den Staaten gehabt und vieles zum Denken mitgenommen…auch Erfahrungswerte, wie die klärenden Antworten auf die Frage: „ Warum muss eigentlich immer, wenn wir zum Einkaufen fahren, die Waffe auf dem Beifahrersitz liegen?!??“….

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So…es war wieder Zeit zum Musik zu machen…Marc der Ex-Trommler von Rumble On The Beach hatte sich tatsächlich meine Nummer von damals aufbewahrt und rief mich an…..

„Ich suche n’ Kontrabasser für meine neue Band“, waren seine Worte…Okay…ich bin dabei!….

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Wir tauschten uns über Gitarristen aus und Edgar von den damaligen Original Stablemen….

kam mit hinzu…..

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Wir trafen uns im Proberaum im Keller unseres Hauses, welches Dani und ich gekauft und renoviert hatten …wir sprachen viel und spielten ein paar Rockabilly-Klassiker zum Einspielen, wie Bop-A-Lena, One Hand Loose etc. !!!….

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Wir trafen uns regelmäßig und brachten in kurzer Zeit ein kleines Programm zusammen…..

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Unser erter Gig war im Tower in Bremen mit den schwedischen EDDIE & THE FLATHEADS! Hat gut geklappt…die Bremer hatten Spaß und waren natürlich auch gespannt, was ein Urgestein der Szene an den „Start“ bringt…..

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Es gab’ die ersten eigenen Nummern und auch wurde z.B. High Speed Rumle, welches aus Marc’s Feder bei Rumble On The Beach stammte, gecovert!

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Wir wuchsen als Real Raw Rockabilly-Band zusammen. Ich konnte viel von Marc und Edgar lernen…beide hatten ja bereits Touren mit Bands und auch Tonträgeraufnahmen hinter sich…..

Für das DYNAMITE!-Magazin nahmen wir „bad,bad boy“ auf! Im Studio bei den White Lines in Neumünster…hat riesigen Spaß gemacht und die Männer waren echt nett.

Die Nummer erschien auf der DYNAMITE!-Single….cooler Song, welchen ich

von den Kingbeats auf dem „ROCKIN WON’T STOP“-Sampler schon hoch und runter gehört hatte!

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Wir spielten etliche Gigs, z.B. in München, Braunschweig, Bremen, sonst wie oft im Knust in Hamburg mit diversen anderen Bands, im Logo mit den Jets usw., in Lüneburg mit den CARAVANS ( Helden aus meiner Jugend ), etliche Male in Berlin, z.B. im Razzle Dazzle mit Panhandle Alks beim BORN TO BE WILD MC etc., in Amsterdam / Holland, in Hannover mit Eddie & his Backfires, beim FREE EAGLES MC in Wilhelmshaven, mit MAD SIN in Verden und und und !!!….

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Ach ja…auch spielten wir auf dem ersten KUSTOM KULTURE Meeting in Bottrop!….

Bei „high speed rumble“ fuhren die mit n’er Karre in’s Zelt und es gab’ n’en fetten burnout…….

HAMMER!….

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Stefan Kohne von Bear Family Records bat uns an auf seinem Label eine Scheibe raus zu….

bringen…genial…nach einer Woche recording-zeit und einem Monat mischen des Master-….

Bandes veröffentlichten wir auf einer Release Party im Lagerhaus in Bremen die CD „On The Roof“ der TIN ROOF CATS.

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Das Coverlayout machten wir selbst. Über den Dächern von Bremen machten wir die Bandfotos für’s Album…ein großartiger und nur witziger Nachmittag…..

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